Verkaufsoffener Sonntag

Die Geschäftsöffnungszeiten werden in diesem unseren Lande, ziemlich kontrovers diskutiert. Während für die Einen, die Geschäfte- und Ladenlokale nicht lang genug offen haben können, warnen Andere davor, amerikanische Verhältnisse anzustreben. Zugegeben, in der Woche ist das Bummeln durch die Geschäfte, kaum zu verwirklichen. Doch es gibt Gelegenheiten mit der ganzen Familie Bummeln und Shoppen zu gehen. Ein Verkaufsoffener Sonntag lädt zum Familieneinkauf ein. Die Handhabung der Geschäftsöffnungszeiten liegt in den Händen der Stadt- und Gemeindeverwaltung. Ein Verkaufsoffener Sonntag darf in der Regel viermal im Jahr stattfinden.

Lediglich zwei Städte im Bundesgebiet haben eine besondere Regelung für Verkaufsoffene Sonntage. In Brandenburg zum Beispiel darf der Verkaufsoffener Sonntag sechsmal im Jahr stattfinden. Der Verkaufsoffener Sonntag darf lediglich von den gewerbetreibenden Einzelhändlern in der Stadt Berlin zehnmal im Jahr durchgeführt werden. Wir wären aber nicht in der Bundesrepublik Deutschland, wenn es dafür nicht auch festgelegte Bedingungen gäbe. So darf ein Verkaufsoffener Sonntag die Kirchenzeiten nicht stören. Aus diesem Grund dürfen die Einzelhändler erst ab dreizehn Uhr ihre Türen öffnen, für längstens sechs Stunden.

Die Besucherzahlen vom Veraufsoffener Sonntag in NRW sagen etwas aus, nämlich, dass das Interesse auf Seiten der Verbraucher sehr groß ist, am Sonntag einkaufen gehen zu können. Auf der anderen Seite stehen hinter den Menschen, die den verkaufsoffenen Sonntag realisieren müssen, auch deren Familien. Die langen Geschäftsöffnungszeiten in der Woche, von 20:00 Uhr oder teilweise sogar 22:00 Uhr gepaart mit den verkaufsoffenen Sonntagen, stellen eine große Belastung dar. Die Gewerkschaftsvertreter und Vertreter der Kirchen halten nur wenig davon, die Mütter und Väter, die im Einzelhandel in der Stadt tätig sind, auch noch an den Wochenenden den Familien vorzuenthalten. Dabei muss dabei angedacht werden, dass die Kunden ihr Geld nur einmal ausgeben können, so wird sich der Umsatz nur verlagern.